Aktuelles

Seminar „Jugendliche und junge Erwachsene“, Sommersemester 2022

13.06.2022

Der Politik wurde im Zuge der Corona-Pandemie häufig der Vorwurf gemacht, die jungen Erwachsenen vergessen zu haben. Senioren, Kinder, Berufstätige – für alle habe man gesorgt, nur die jungen Menschen seien aus dem Blick geraten. Ein Vorwurf, den man auch der Kirche machen kann? In der Tat erleben viele Gemeinden, dass die Jugendlichen mit dem Ende der Schulzeit aus dem Bild der Pfarrei verschwinden und – im Idealfall – als junge Eltern mit ihren Kindern wieder an Kirche andocken.

Diese Beobachtung steht im Hintergrund des aktuellen Seminars des Lehrstuhls für Pastoraltheologie. Gemeinsam mit Univ.-Prof. Dr. Philipp Müller und der Wissenschaftlichen Mitarbeiterin Mirjam Hake setzen sich zwölf Studierende mit der Lebenswelt von Jugendlichen und jungen Erwachsenen auseinander und stellen die pastoralen Angebote, die Kirche für diese Zielgruppen hat, auf den Prüfstand.

Rückgebunden werden die einzelnen Themen (u.a. Eventisierung, Entscheidungen, Fridays for Future, Reflexionstage an Schulen) des Seminars an eine zu Beginn von den Studierenden durchgeführte Feldforschung; angereichert wird die wissenschaftliche Auseinandersetzung durch Einblicke in die konkrete pastorale Praxis. Abgerundet wurde das Seminar nun am 4. Juni durch die Exkursion in die Jugendkirche Samuel nach Mannheim. Beeindruckend waren dabei nicht nur die Gespräche mit den zuständigen Seelsorgern, sondern auch das Erleben der „offenen Jugendkirche“, die an diesem Wochenende schon ganz unter dem Vorzeichen des Pfingstfestes stand.

 

 

"In der Seelsorge schlägt das Herz der Kirche"

19.03.2022

In ihrem jüngsten Schreiben "In der Seelsorge schlägt das Herz der Kirche" positionieren sich die Deutschen Bischöfe zum ersten Mal umfassend zum Selbstverständnis kirchlicher Seelsorge. Darüber hinaus werden unter anderem Felder und Herausforderungen erläutert als auch Qualitätsstandards aufgezeigt. Das Schreiben, an dem Prof. Müller maßgeblich mitgewirkt hat, ist hier zu finden.

 

Eine Relecture der "Regula Pastoralis" Gregors des Großen

24.01.2022

Bald nach seinem Amtsantritt veröffentlicht Papst Gregor der Große (590–604) die Regula pastoralis, in der er über das Ideal eines Hirten und dessen Verkündigungsauftrag schreibt. Prof. Müller unterzieht den in der Praktischen Theologie häufig zitierten "Klassiker“ einer gründlichen pastoraltheologischen Relecture und schlägt Brücken zur Pastoral und Seelsorge der Gegenwart.

 

"Eigener Ausbildungsweg für Katecheten notwendig"

27.12.2021

In der aktuellen Ausgabe der Herderkorrespondenz plädiert Prof. Dr. Philipp Müller für die Einführung eines eigenen Ausbildungsweges für Katechetinnen und Katecheten auf Grundlage des Motu Proprio "Antiquum ministerium" von Papst Franziskus aus dem vergangenen Jahr. Ein zusammenfassender Beitrag zu dem Artikel ist auf katholisch.de erschienen, der gesamte Inhalt ist hier zu finden.

 

"Wer Macht Kirche?" - Tagungsband zum Akademieabend

Februar 2021

Die Referate des Mainzer Bischofs Dr. Peter Kohlgraf und von Prof. Dr. Philipp Müller, die beim Akademieabend zum Thema "Wer Macht Kirche?" im vergangenen Oktober gehalten wurden, sind nun in einem Tagungsband zusammengefasst erschienen. Ergänzt wurden die Vorträge um einen Beitrag des emeritierten Pariser Philosophieprofessors Jean Greisch. Der Band ist zum Preis für fünf Euro im Erbacher Hof erhältlich.

Kohlgraf, Peter, Müller, Philipp (Hgg.): Wer Macht Kirche? Macht und Partizipation in der Kirche (Materialien 1/2020), Mainz 2020.

"Wer Macht Kirche?" - Akademieabend zum Synodalen Weg

16. Oktober 2020

Am 16. Oktober fand im Erbacher Hof in Mainz eine Abendsoirée zum Thema "Wer Macht Kirche? Macht und Partizipation in der Kirche" statt. Gestaltet wurde der Abend von Bischof Dr. Peter Kohlgraf und Prof. Dr. Philipp Müller. Thematisch behandelte das Referat von Prof. Müller "Die Versuchung zur Macht".  Ein Mitschnitt der Veranstaltung findet sich unter diesem Link.

 

Neuerscheinung: "Die Kunst zu trösten"

01. September 2020

Welches gute Wort hilft einer Frau weiter, deren Mann nach vielen gemeinsamen Jahren gestorben ist? Was tröstet einen Kranken, der eine schlimme Diagnose erhalten hat? In solchen Situationen ist es nicht leicht, den richtigen Ton zu treffen, ohne in irgendwelche Floskeln zu verfallen.
Philipp Müller fragt, was bei der Kunst zu trösten hilfreich ist und was nicht. Auf dem Hintergrund der jüdisch-christlichen Tradition geht es ebenso um die Frage, was es mit dem Trost auf sich hat, den der „Tröster-Gott“ schenkt, und wie dies mit menschlichen Trostbemühungen zusammenhängt. In ignatianischer Perspektive sind die Empfindungen von Trost und Trostlosigkeit ein Kompass bei Entscheidungen und in der Lebensgestaltung.

Müller, Philipp: Die Kunst zu trösten (Ignatianische Impulse 88), Würzburg 2020. 8,90€

"Sexualisierte Gewalt in der katholischen Kirche"

19. August 2020

Die jüngste Ausgabe der Theologischen Revue beinhaltet als Leitartikel einen Literaturbericht über "Sexualisierte Gewalt in der katholischen Kirche" von Prof. Dr. Philipp Müller. Der Bericht kann hier eingesehen werden.