Aktuelles

Großstadtseelsorge - Exkursion nach Berlin

13.06.2023

Am Fronleichnamsmorgen machten sich die acht TeilnehmerInnen des Hauptseminars „Großstadtseelsorge“ unter der Leitung von Sara-Marie Hüser auf den Weg zu ihrem Exkursionswochenende in Berlin. Bei der Ankunft am späten Nachmittag im Exerzitienhaus St. Vinzent in Berlin-Charlottenburg konnten wir uns mit den StudentInnen aus Freiburg bekannt machen, die gemeinsam mit Mirjam Hake die Exkursion vervollständigten. Ein kurzer Einstiegsimpuls am Zoologischen Garten gab uns die Möglichkeit, die Besonderheiten der Großstadt Berlin wahrzunehmen. Besonders prägnant war an dieser Stelle natürlich der allgegenwärtige Verkehr und das Zusammentreffen von sehr unterschiedlichen Leuten. Vielen fielen die sichtbare Obdachlosigkeit und auch die Präsenz der Ökumenischen Bahnhofsmission auf. Ein gemeinsames Abendessen beendete schließlich offiziell den ersten Veranstaltungstag.

Der nächst Morgen begann mit dem ersten von zahllosen Anfahrtswegen mit der U-Bahn. Ziel war die Baustelle des House of One, ein Pilotprojekt zur baulichen Vereinigung einer Kirche, einer Moschee und einer Synagoge. Frithjof Timm konnte uns einiges zur außergewöhnlichen Architektur sowie den Hürden und dem Potenzial der inter- und intrareligiösen Zusammenarbeit erzählen. Wir sind gespannt darauf, das Gebäude und die pastorale Arbeit dort weiter zu beobachten. Im Anschluss gab es freie Zeit, indem Berliner Sehenswürdigkeiten und kulinarische Feinkost selbstverständlich nicht fehlen durften. Der Nachmittag war reserviert für einen Besuch im Jüdischen Museum. Die Führung zum Thema „Nach 1945“ beschäftigte sich einerseits mit der Wahrnehmung der beiden Gruppen aus deutschstämmigen JüdInnen, die entweder Exilerfahrungen oder die Schoa erlebt hatten. Anderseits wurde auf die Situation in der DDR und BRD Berlins für JüdInnen hingewiesen und den Zuzug russischsprachiger JüdInnen nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Besonders beeindruckend war im Museum die Symbiose aus künstlerischer Darstellung der Erfahrungen und den Exponaten der Ausstellung.

Die Differenzen der Berliner Kieze während der deutschen Teilung blieb ein verbindendes Thema, auch am Samstag. Am Vormittag konnten wir auf einer Führung, die uns von der Samariterkirche in Friedrichshain bis zum ehemaligen RAW-Gelände führte, dieses Viertel wahrnehmen und auch die Entwicklungen nach der Wiedervereinigung nachempfinden. Nachmittags gab es ein Gespräch mit Domkapitular Stefan Dybowski, der mit viel Charme und musikalischen Einlagen die pastorale Arbeit in Berlin skizziert hat und uns dadurch half, die Perspektiven von ChristInnen in Berlin einzunehmen.

Dieser Perspektivenwechsel und Offenheit für die Bedürfnisse für ChristInnen in Berlin wurde am Sonntag noch einmal verstärkt: Bei unserem Gespräch mit Manfred Hösl aus der Jesuitenpfarrei Sankt Canisius in Berlin Charlottenburg standen die pastoralen Projekte im Vordergrund. Besonders spannende Themen waren die fluktuierenden Gemeindestrukturen, der Umgang mit verschiedenen christlichen Strömungen und Positionen sowie die Selbsteinschätzung der katholischen Menschen in Berlin. Im Anschluss konnten wir gemeinsam mit Manfred Hösl SJ in Sankt Canisius Gottesdienstfeiern und die wunderschöne, lichtdurchflutete Atmosphäre in der Kirche miterleben. Die lange Reise zurück nach Mainz gab genügend Reflexionsmöglichkeit und die Eindrücke der Stadt werden wohl noch lange sehr präsent bleiben.

Christopher Schönemann

 

"Der Synodale Weg - eine pastoraltheologische Einordnung"

24.10.2022

Am 14. September 2022 hielt Prof. Dr. Philipp Müller im Rahmen der Veranstaltung "Der Synodale Weg auf dem Prüfstand - Hintergründe, Erfahrungen, Perspektiven" im Erbacher Hof (Mainz) ein Impulsreferat zur pastoraltheologischen Einordnung des Synodalen Weges. Den Vortrag können Sie hier nachlesen.

 

"Der Synodale Weg auf dem Prüfstand"

03.09.2022

Die Veranstaltung "Der Synodale Weg auf dem Prüfstand - Hintergründe, Erfahrungen, Perspektiven" findet am 14. September 2022 im Erbacher Hof in Mainz statt. Univ.-Prof. Philipp Müller wird dort einen Vortrag zu einer pastoraltheologischen Einordnung des Synodalen Weges halten. Weitere Informationen und Anmeldungsmöglichkeiten zu der hybriden Veranstaltung finden sich unter folgendem Link.

 

Seminar „Jugendliche und junge Erwachsene“, Sommersemester 2022

13.06.2022

Der Politik wurde im Zuge der Corona-Pandemie häufig der Vorwurf gemacht, die jungen Erwachsenen vergessen zu haben. Senioren, Kinder, Berufstätige – für alle habe man gesorgt, nur die jungen Menschen seien aus dem Blick geraten. Ein Vorwurf, den man auch der Kirche machen kann? In der Tat erleben viele Gemeinden, dass die Jugendlichen mit dem Ende der Schulzeit aus dem Bild der Pfarrei verschwinden und – im Idealfall – als junge Eltern mit ihren Kindern wieder an Kirche andocken.

Diese Beobachtung steht im Hintergrund des aktuellen Seminars des Lehrstuhls für Pastoraltheologie. Gemeinsam mit Univ.-Prof. Dr. Philipp Müller und der Wissenschaftlichen Mitarbeiterin Mirjam Hake setzen sich zwölf Studierende mit der Lebenswelt von Jugendlichen und jungen Erwachsenen auseinander und stellen die pastoralen Angebote, die Kirche für diese Zielgruppen hat, auf den Prüfstand.

Rückgebunden werden die einzelnen Themen (u.a. Eventisierung, Entscheidungen, Fridays for Future, Reflexionstage an Schulen) des Seminars an eine zu Beginn von den Studierenden durchgeführte Feldforschung; angereichert wird die wissenschaftliche Auseinandersetzung durch Einblicke in die konkrete pastorale Praxis. Abgerundet wurde das Seminar nun am 4. Juni durch die Exkursion in die Jugendkirche Samuel nach Mannheim. Beeindruckend waren dabei nicht nur die Gespräche mit den zuständigen Seelsorgern, sondern auch das Erleben der „offenen Jugendkirche“, die an diesem Wochenende schon ganz unter dem Vorzeichen des Pfingstfestes stand.

 

 

"In der Seelsorge schlägt das Herz der Kirche"

19.03.2022

In ihrem jüngsten Schreiben "In der Seelsorge schlägt das Herz der Kirche" positionieren sich die Deutschen Bischöfe zum ersten Mal umfassend zum Selbstverständnis kirchlicher Seelsorge. Darüber hinaus werden unter anderem Felder und Herausforderungen erläutert als auch Qualitätsstandards aufgezeigt. Das Schreiben, an dem Prof. Müller maßgeblich mitgewirkt hat, ist hier zu finden.

 

Eine Relecture der "Regula Pastoralis" Gregors des Großen

24.01.2022

Bald nach seinem Amtsantritt veröffentlicht Papst Gregor der Große (590–604) die Regula pastoralis, in der er über das Ideal eines Hirten und dessen Verkündigungsauftrag schreibt. Prof. Müller unterzieht den in der Praktischen Theologie häufig zitierten "Klassiker“ einer gründlichen pastoraltheologischen Relecture und schlägt Brücken zur Pastoral und Seelsorge der Gegenwart.

 

"Eigener Ausbildungsweg für Katecheten notwendig"

27.12.2021

In der aktuellen Ausgabe der Herderkorrespondenz plädiert Prof. Dr. Philipp Müller für die Einführung eines eigenen Ausbildungsweges für Katechetinnen und Katecheten auf Grundlage des Motu Proprio "Antiquum ministerium" von Papst Franziskus aus dem vergangenen Jahr. Ein zusammenfassender Beitrag zu dem Artikel ist auf katholisch.de erschienen, der gesamte Inhalt ist hier zu finden.

 

"Wer Macht Kirche?" - Tagungsband zum Akademieabend

Februar 2021

Die Referate des Mainzer Bischofs Dr. Peter Kohlgraf und von Prof. Dr. Philipp Müller, die beim Akademieabend zum Thema "Wer Macht Kirche?" im vergangenen Oktober gehalten wurden, sind nun in einem Tagungsband zusammengefasst erschienen. Ergänzt wurden die Vorträge um einen Beitrag des emeritierten Pariser Philosophieprofessors Jean Greisch. Der Band ist zum Preis für fünf Euro im Erbacher Hof erhältlich.

Kohlgraf, Peter, Müller, Philipp (Hgg.): Wer Macht Kirche? Macht und Partizipation in der Kirche (Materialien 1/2020), Mainz 2020.

"Wer Macht Kirche?" - Akademieabend zum Synodalen Weg

16. Oktober 2020

Am 16. Oktober fand im Erbacher Hof in Mainz eine Abendsoirée zum Thema "Wer Macht Kirche? Macht und Partizipation in der Kirche" statt. Gestaltet wurde der Abend von Bischof Dr. Peter Kohlgraf und Prof. Dr. Philipp Müller. Thematisch behandelte das Referat von Prof. Müller "Die Versuchung zur Macht".  Ein Mitschnitt der Veranstaltung findet sich unter diesem Link.

 

Neuerscheinung: "Die Kunst zu trösten"

01. September 2020

Welches gute Wort hilft einer Frau weiter, deren Mann nach vielen gemeinsamen Jahren gestorben ist? Was tröstet einen Kranken, der eine schlimme Diagnose erhalten hat? In solchen Situationen ist es nicht leicht, den richtigen Ton zu treffen, ohne in irgendwelche Floskeln zu verfallen.
Philipp Müller fragt, was bei der Kunst zu trösten hilfreich ist und was nicht. Auf dem Hintergrund der jüdisch-christlichen Tradition geht es ebenso um die Frage, was es mit dem Trost auf sich hat, den der „Tröster-Gott“ schenkt, und wie dies mit menschlichen Trostbemühungen zusammenhängt. In ignatianischer Perspektive sind die Empfindungen von Trost und Trostlosigkeit ein Kompass bei Entscheidungen und in der Lebensgestaltung.

Müller, Philipp: Die Kunst zu trösten (Ignatianische Impulse 88), Würzburg 2020. 8,90€

"Sexualisierte Gewalt in der katholischen Kirche"

19. August 2020

Die jüngste Ausgabe der Theologischen Revue beinhaltet als Leitartikel einen Literaturbericht über "Sexualisierte Gewalt in der katholischen Kirche" von Prof. Dr. Philipp Müller. Der Bericht kann hier eingesehen werden.